Die Hülser Heimatstuben
Ein kleines Museumszentrum
Konventstraße 13, geöffnet sonntags von 15 – 17 Uhr
Die Heimatstuben bilden zusammen mit der benachbarten Konventskirche ein kleines Hülser Museums- und Kulturzentrum.
Sie wurden im ursprünglich angemieteten, mittlerweile jedoch vereinseigenen, denkmalgeschützten Haus auf der Konventstraße 13 unter Federführung von Werner Mellen eingerichtet und 1997 eröffnet, zehn Jahre später über einen Verbindungsgang mit der Konventskirche verbunden.
Von 2019 bis 2021 wurde mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen die ehemalige Remise des Hauses zu einem großen Ausstellungsraum und einen Wintergarten umgebaut und um einen kleinen Außenbereich erweitert. Diese Bereiche stehen seitdem als Dauerausstellungsflächen sowie für Sonderausstellungen und besondere Veranstaltungen zur Verfügung.
Das Haus selbst wurde um 1855 vom damaligen Hülser Bürgermeister Stephan Anton Josten und seinem Bruder, dem Lehrer Theodor Josten, als Wohnhaus gebaut. Die Konventskirche entstand 1460/61 als Kapelle des Cäcilienkonvents.
Bereich Keramik (Dauerausstellung)
Schwerpunkte der Keramik-Dauerausstellung sind die sogenannten „Hülser Schüsseln“, ein Sammelbegriff für Prunkschüsseln (keine Gebrauchskeramik) nicht nur aus Hüls, sondern auch aus den weiter nördlich gelegenen Töpferorten. Der Ton dazu fand sich in den Endmoränen, z. B. dem Hülser Berg. Der zeitliche Schwerpunkt für diese besonderen Töpferwaren war das 18. und 19. Jahrhundert. Dieser Bereich der Keramik wurde im 20. Jahrhundert u. a. vom Ehepaar Schumacher und von Helma Rixen wieder aufgegriffen und bis heute von Hülser Keramikerinnen fortgeführt. Die Ausstellung zeigt ausgewählte und besondere Einzelstücke dieser Keramikkunst. Dazu gehören auch die acht Teller, die Dauerleihgaben des Museum Burg Linn sind.
Bereich Leben im alten Hüls
Die beiden Räume zeigen beispielhaft, wie das Leben in Hüls insbesondere im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert war. Der Raum zur Straße hin ist ein bürgerliches Wohnzimmer,
die „ju-e Stu-ev“ (gute Stube) der Heimatstuben. An den Wänden hängen überwiegend Bilder von einheimischen Künstlern mit Motiven aus Hüls und seiner Umgebung sowie die Porträts von Anno Laurenz Rosen, dem letzten Hülser Amtmann, dessen Frau sowie dessen Bruder Johann Jakob Rosen.
Bereich Hülser Geschichte
Ausführlich beschrieben sind die einzelnen Abschnitte der Hülser Geschichte: Frühzeit, Mittelalter, die frühe Neuzeit mit Reformation und den Schlachten bei Hüls, Franzosenzeit, Preußische Zeit, Kommunale Neugliederungen, die Klöster, die Religionsgemeinschaften und die Rittersitze. Ergänzt werden die Texte durch Fotos, Karten, einen Stammbaum, verschiedene Exponate und ein Modell von Hüls um 1800.
Bereich Sakales
Die Konventskirche war die Kapelle des 1422 zum ersten Mal genannten Cäcilienkonvents (ursprünglich Beginen, später Tertiarierinnen) und wurde 1461 geweiht. Der ehemalige „Sickes“ (Raum für die Kranken = Siechen) wird heute auch als Sakristei genutzt.
Für die Konventskirche gibt es einen gesonderten Flyer.
Die Hülser Heimatstuben sind sonntags in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Während der Öffnung der Heimatstuben können auch die Konventskirche und der sog. „Sickes“ besichtigt werden.
Der Eintritt ist frei.
Im Anfahrts- und Ortsplan ist ersichtlich, wie man die Heimatstuben erreichen kann.
Zu Ostern und Pfingsten sind die Heimatstuben jeweils am zweiten Feiertag in der besagten Zeit zugänglich.
An den Weihnachtsfeiertagen und am Neujahrstag sind die Heimatstuben geschlossen.
Für Gruppen und Schulklassen können Termine für eine Besichtigung unter Tel. 02151 / 733664 mit Paul Schumacher abgesprochen werden. Mit Karl Heußen können unter 02151 / 735284 (oder E-Mail an fuehrungen@heimatverein-huels.de) Ortsführungen für Gruppen (Dauer ca. 2 Stunden) vereinbart werden. Die Ortsführungen schließen die Heimatstuben und die Hülser Burg mit ein.







