Die Zwerge ziehen weiter …
seit ewigen Zeiten leben und wohnen, versteckt im Wald auf dem Hülser Berg, in einem kleinen Dorf einige Zwergenfamilien. Sie leben dort, ähnlich wie wir Menschen, haben Handwerksbetriebe, Gärten, Zwergen-Haustiere und eine Schule für die Zwergenkinder. Das Leben auf dem Hülser Berg ist einzigartig und nie langweilig.
Die Zwerge leben in einer großen Gemeinschaft mit allen Tieren auf dem Berg. Selbst die großen Hirsche passen auf, daß sie nicht versehentlich über das Dorf laufen oder die Wildschweine graben und suhlen sich woanders im Schlamm. Jeder hilft dem anderen und so ist es seit Jahrtausenden. Strom benötigen die Zwerge nicht, sie wissen sich immer zu helfen. Sie kennen andere Zwergendörfer im weiteren Umland und besuchen sich gegenseitig von Zeit zu Zeit. Dann wird gefeiert und geredet. Wofür man ein Internet benötigt, verstehen sie nicht.
Was die Zwerge zum leben benötigen bauen sie selbst an. Sie haben Gemüse und Obst in ihren Gärten und wer selbst kein Obst anbaut, kann dies dann auf Marktständen gegen andere Dinge, die er selbst hat, beispielsweise Milch, eintauschen. Sie haben auch kleine Schafe und Ziegen, oder Pferde und Kühe, die sie selbst züchten.
Für die Wasserversorgung haben sie einen Brunnen gegraben und für den Hausbau verwenden Sie Holz, aber auch Steine aus dem eigenen Steinbruch.
Es fehlt ihnen an nichts und das Leben im Dorf ist gemütlich und schön. Im Sommer ist es am schönsten, aber auch die wenigen Wintertage lassen sich aushalten, denn in den Häusern gibt es Feuerstellen zum kochen, die aber auch warm halten.
Eines Tages, im Frühjahr des Jahres 2025, kam Filomena, der Wirtin des Zwergenkrug´s im Dorf zu Ohren, daß der nächste Winter viel länger und kälter werden wird, als die Jahre zuvor.
Damit die Dorfbewohner nicht frieren sollten, dachte sie über eine mögliche Lösung des Problems nach. Eigentlich zeigen sich die Zwerge niemals den Menschen, aber in diesem Fall schien es Filomena keinen anderen Weg zu geben, als nach Hüls zu wandern und und dort Hilfe zu suchen.
Sie musste nicht lange suchen und fand einen vertrauenswürdigen Menschen mit einer für Zwergen angenehm tiefen Stimme, der sich im Ort mit Gartenarbeit beschäftigte. Sie versuchte ihn anzusprechen, aber weil sie so klein ist, gelang ihr nicht die Aufmerksamkeit des Mannes zu bekommen. Nach kurzer Zeit kam aber auch seine Frau dazu, die etwas kleiner ist und Filomena sofort sah.
So kam Filomena ins Gespräch mit Ruth und Rainer Nabbefeld, so hießen die beiden Menschen. Diese überlegten nicht lange und boten ihre Hilfe an. Von da an begannen die beiden ein Dorf für die Zwerge zu bauen, in dem diese den Winter verbringen konnten. Das war jede Menge Arbeit, aber die beiden hatten Spaß dabei. Der Ort an dem das Dorf aufgestellt werden konnte war auch schnell gefunden. Die Heimatstuben des Hülser Heimatvereins konnten dafür gut genutzt werden.
Die Zwerge hatten nichts dagegen, dass ihr neues Dorf auch anderen gezeigt werden würde, solange nicht verraten wird, wo genau sie am Hülser Berg leben. So haben sich an einem Wochenende im Dezember und an zwei Wochenenden im Januar insgesamt über 300 Kinder mit etwa 200 Erwachsenen angemeldet, um zu sehen wie die Zwerge leben.
Rund um das neu entstandene Zwergenland wurden auch andere Aktivitäten für die Kinder angeboten, wie Vorlesen, Malen oder Schnitzen. Damit das alles reibungslos verläuft fanden Ruth und Rainer viele freiwillige Helferinnen und Helfer, denen auch besonders zu danken ist.
Damit der geplante Betrieb in den Heimatstuben weiter gehen kann, mussten die Zwerge leider dort nun wieder ausziehen. Aber der Heimatverein hat für den Rest des Winters ein neues Lager in St Tönis finden können, wohin die Zwerge nun umziehen. Die wärmeren Jahreszeiten können die Zwerge dann wieder in ihrer Heimat am Hülser Berg verbringen.
Wir möchten hier noch darauf hinweisen, dass für die Unterstützung dieser und anderer Aktivitäten des Heimatvereins eine Mitgliedschaft eine tolle Möglichkeit ist.












