Ein kleines Museumszentrum - die "Hülser Heimatstuben"


Der Heimatverein informiert: Heimatstuben bleiben vorläufig geschlossen

 

Museen dürfen zwar wieder unter bestimmten Auflagen geöffnet werden, diese können aber in so einem kleinen Heimatmuseum wie dem unseren nur schwer erfüllt werden. Abgesehen davon war es sowieso geplant, wegen des Umbaus und der anschließenden Neugestaltung ab Juli für eine gewisse Zeit zu schließen. Corona-bedingt wäre eine Öffnung also nur für wenige Wochen unter erschwerten Bedingungen möglich. Wir hoffen auf das Verständnis der potentiellen Besucher, dass wir darauf verzichten – die Heimatstuben bleiben vorläufig geschlossen. Der Termin der Wieder-Eröffnung wird natürlich in den Hülser Mitteilungen bekanntgegeben


 

Seit dem Jahre 1997 unterhält der Verein im eigenen denkmalgeschützten Haus auf der Konventstraße 13 in Hüls ein Heimatmuseum - die "Hülser Heimatstuben". In mehreren Räumen wird ein konzentrierter Überblick über die Geschichte von Hüls und ein Einblick in die reichhaltige volks- und ortskundliche Sammlung des Vereins gegeben. Damit wurde eine Stätte geschaffen, wo Ortsgeschichte nachempfunden werden kann. Die Heimatstuben befinden sich in der Fußgängerzone in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche und grenzen direkt an die Konventskirche an.

    

Das Haus wurde um 1855 von dem damaligen Hülser Bürgermeister Stephan Anton Josten und seinem Bruder, dem Lehrer Theodor Josten, als eigenes Wohnhaus errichtet. Vor einigen Jahren wurde ein Verbindungsgang zwischen den Heimatstuben und der Konventskirche geschaffen, so dass mit den eigentlichen Heimatstuben, den Außenanlagen, dem Verbindungsgang und der Konventskirche mit dem Ausstellungsraum von sakralen Exponaten ein kleines Museumszentrum entstanden ist.

 

Die Konventskirche ist die Kapelle des seit dem Ende des 14. Jahrhunderts bestehenden Frauenklosters Sankt Cäcilia, allgemein "Konvent" genannt. Das Kloster wurde im Jahre 1802 unter Napoleon aufgehoben und die Klosterkapelle im Jahre 1806 der katholischen Pfarre als Hilfskapelle übertragen. Die kleine Saalkirche hat vier Joche. Die in die zwei westlichen Joche eingestellte Empore ruht auf vier niedrigen Säulen aus Blaustein. Bei Renovierungsarbeiten 2014 wurde der Chorraum neu gestaltet. Dominierend sind die neuen Fenster des Glasmalers Hubert Spierling. Ein Wandaltärchen von 1730-1740 enthält in seinem auf Holz gemalten Altarbild von 1645 eine der ältesten Abbildungen der Kevelaerer Muttergottes. 

 

 

 

Die Ausstattung der Nonnenempore, ihre Brüstung, die hier eingefügte Orgel sowie die Kanzel stammen aus der Zeit zwischen 1713 und 1737. Das reiche Holzschnitzwerk - wohl noch unter dem Einfluss Antwerpener Barockschnitzereien des 17. Jahr- hunderts stehend - gehört zu den besten niederrheinischen Arbeiten des 18. Jahrhunderts. Die mehrfach umgebaute Weidtmann-Orgel wurde 2015 durch die Fa. Ahrend aus Leer wieder in den ursprünglichen barocken Zustand gebracht. Die bedeutende Ausstattung macht die Hülser Konventskirche zu einer besonderen Sehenswürdigkeit.

 

 

Die Hülser Heimatstuben sind sonntags in  der Zeit  von  15.°° bis 17.°° Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Im Anfahrts- und Ortsplan ist ersichtlich, wie man die Heimatstuben erreichen kann.

Zu Ostern und Pfingsten sind die Heimatstuben jeweils am zweiten Feiertag in der besagten Zeit zugänglich.

An den Weihnachtsfeiertagen und am Neujahrstag sind die Heimatstuben geschlossen. Für Gruppen und Schulklassen können Termine für eine Besichtigung unter Tel. 02151 / 735284 Karl Heußen abgesprochen werden. Mit Herrn Heußen können auch Ortsführungen für Gruppen (Dauer ca. 2 Stunden) vereinbart werden. Die Ortsführungen schließen die Heimatstuben und die Hülser Burg mit ein.


 Der Verein                                                                         nach oben