Hülser Strassennamen erklärt

Der Hülser Heimatverein bietet ab sofort auf seiner Internetseite (Strassennamen) einen neuen Service an. Von A bis Z sind dort alle Hülser Straßen aufgelistet, jeweils versehen mit Informationen über die Herkunft und Bedeutung des Namens.

Quelle ist das Buch „Hülser Straßennamen“ von Werner Mellen, das 1997 erschienen ist.

Die digitale Aufbereitung haben für den Heimatverein Werner Feldhoff und Ralf Marg besorgt.

Wer möchte beispielsweise nicht gern „Im Paradies“ wohnen? Die Hülser können es, wenn dort gerade ein Plätzchen frei ist. Bevor der Bereich bebaut wurde, befand sich dort eine Gärtnerei. Wegen der tollen Blumenpracht nannten die Hülser die Umgebung „et Paradies“. Es war naheliegend, diese Bezeichnung als Straßennamen zu übernehmen.
Die Cäcilienstraße verdankt ihren Namen der im dritten Jahrhundert enthaupteten Märtyrerin Cäcilia, die unter anderem Patronin der Weber war. Die Hausweberei war im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Hüls sehr verbreitet.
Der Name Rektoratsstraße (früher Rheinstraße) geht auf die Rektoratsschule zurück, die sich von 1856 bis 1896 neben dem Pastorat befand – dort, wo heute noch die höchst baufällige Vikarie steht.

Die Auflistung des Straßennamen, das wird deutlich, ist eine wahre Fundgrube an Informationen, die nicht nur für diejenigen von Interesse sind, die an dieser Straße wohnen. Aus ästhetischen Gründen hat der Heimatverein darauf verzichtet, die Straßenschilder vor Ort mit QR-Code-Aufklebern zu versehen, die per Smartphone einen direkten Zugang zu den Informationen ermöglichen. Damit will man der „Aufkleberflut“ entgegenwirken.

HEINER DECKERS

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