Huelser Strassennamen 6

Hülser Straßennamen mit M-P

MANNSHOFWEG (1976)

Früher:

Der Weg führt über das Gelände des zu den Brusterhöfen gehörenden, nicht mehr vorhandenen Mannshofs.

MEESWEG (1976)

Früher:
Backesweg (1937)

Der Weg führt am Meeshof und am Backeshof in Benrad vorbei.

MELMSTRÄSSCHEN

Früher: 
Melmsträßchen WLB1860

Die Bezeichnung hat sich wohl aus dem Zustand des vom Steeger Dyk abzweigenden Weges ergeben (Melm mundartlich für staubigen Sand).

MEYSERWEG (1976)

Früher:     
Kreutzweg (1937)
Kreutzweg WLB1860      

Der Name des Weges erinnert an Heinrich Jacob Meyser (1798-1881). Er war Land- und Gastwirt sowie Bierbrauer auf dem früher am Hülser Markt neben dem heutigen Hülser Rathaus gelegenen Meyserhof. In seinem Testament vermachte er den Armen von Hüls und Benrad den ihm ebenfalls gehörenden Hüskeshof in Benrad, dessen alte Gebäude vor einiger Zeit abgerissen worden sind.

MISPELWEG (1970)

Früher:
Birkenweg (1960)

MITTELORBROICH (1937)

Früher : 
Kleinorbroich
(siehe Hinterorbroich)

MÖNNICKWEG

Früher:
Mönchweg WLB1860
Mönkweg UK1826
Mönchweg DS1660

Die sehr alte Wegeverbindung, die heute nur noch ein Feldweg ist, führte in die Bauernschaft Bennert, dem südlichen Teil der alten Honschaft Benrad und zu dem dort gelegenen Mönch-/Münchhof.

MOLENAARSTRASSE (1930)

Früher :
Nieper Weg

Der Krefelder Färbereibesitzer Emil Molenaar (1851-1929), der zeitweise auf dem Vinnmannshof am Waldwinkel wohnte, gehörte wie Johannes Junkers zu den „Entdeckern“ des Hülser Berges. Er erwarb ein größeres Areal nördlich der Bahnstation Hülserberg und ließ hier die „Molenaarschen Anlagen“, einen vielbesuchten Park anlegen.

MOMMENPESCH (1970)

Früher :

Mommenpesch oder auch Mommenvenn war die alte Flurbezeichnung für das am Rande der Bruchniederung gelegene sumpfige Gelände, das zum nicht mehr vorhandenen Mommenhof an den Bruckerhöfen gehörte.

MÜHLENWEG

Früher :
Höver Fuß Pfad DS1660
bis Krüserstraße:
Steegstraße WLB1860
von Krüserstraße bis Den Ham:
Kreuzweg WLB1860
Kreuzweg UK1826

Der Weg erhielt seinen Namen nach der an seiner Nordseite gegenüber der Einmündung der Krüserstraße gelegenen Bäckermühle, die im Jahre 1804 von mehreren Hülser Bäckern gebaut wurde. Der Bau dieser privaten Windmühle war möglich geworden, weil die Franzosen den feudalen Mahlzwang aufgehoben hatten. Bis dahin waren die Hülser verpflichtet gewesen,
ihr Korn in der im Kempener Feld gelegenen Herrenmühle der Hülser Herren mahlen zu lassen.
Die Bäckermühle, die nach ihrem letzten Besitzer auch Terheggenmühle hieß, stürzte im Jahre 1888 ein und wurde nicht wieder aufgebaut (zu den Hülser Mühlen siehe auch An der
Roßmühle und Kempener Straße).
Der Name Kreuzweg entstand, weil der Weg Teil des vor dem alten Mühlentor beginnenden Rundweges mit den sieben Fußfallstationen im Kempener Feld war. (1. Station Kempener
Straße gegenüber der Sparkasse, 2. Station Kempener Straße gegenüber Maurenbrecher, 3. Station Reepenweg Ecke Leidener Straße gegenüber der Herrenmühle, 4. Station Den Ham südlich der Kempener Straße, 5. Station Mühlenweg gegenüber Bönniger, 6. Station Mühlenweg Ecke Krüserstraße, 7. Station heutiges Bahngelände). Heute noch vorhanden ist die 3. Station. Sie mußte allerdings bei der Erschließung des Baugebietes Roßmühle von ihrem ursprünglichen Standort versetzt werden.
Der Höver Fuß Pfad war in alter Zeit der kürzeste Fußweg aus dem Flecken Hüls zum großen Höferhof in Benrad.

MÜLHAUSENER STRASSE (1985)

Früher:

Das ehemals selbständige Mülhausen ist seit 1970 Bestandteil der Gemeinde Grefrath im Kreis Viersen.

NETTCHEN-MOLLS-STRASSE (1976)

Früher:
Kornstraße (1954)

Die Hülser Bürgerin Nettchen Molls (1879-1972) erwarb sich besondere Verdienste durch ihren caritativen Einsatz für in Not geratene Mitbürger, insbesondere durch die Pflege von Hauskranken und die Übernahme zahlreicher Vormundschaften.

OEDIGERPLATZ (1928)

Früher:

Der Apotheker Johann Wilhelm Oediger (1873-1925) war langjähriges Mitglied des Hülser Gemeinderates und ehrenamtlicher Beigeordneter, außerdem Vorsitzender des Gemeinnützigen Bauvereins Hüls, von dem um 1930 die Bebauung des Platzes durchgeführt wurde.

OEDTER STRASSE (1980)

Früher:

Das ehemals selbständige Oedt ist seit 1970 Bestandteil der Gemeinde Grefrath im Kreis Viersen.

PAPPELALLEE (1947)

Früher:
Horst-Wessel-Allee (1933)
Pappelallee
Der grüne Dyk WLB1860
Grüner Dyk UK1826

Die Pappelallee ist der erste, parallel zum Flöthbach verlaufende Dyk zwischen Boomdyk und Hölschen Dyk. Früher hieß der sumpfige Bereich hinter der Flöth et Venn.

PLANKERDYK

Früher:
Plankerdyk WLB1860
Plankerdyk UK1826

Der Dyk führt von dem zu den Bruckerhöfen gehörenden ehemaligen Plankerhof ins Bruch. Der Hof lag im nordwestlichen Eckbereich der Kreuzung Bruckersche Straße/Plankerdyk.
Der Dyk durchquerte die Landwehr. In ruhigen Zeiten wurden Landwehren oft an Feld- oder Bruchwegen durchbrochen und ihre Gräben mit Planken überbrückt. Von einer solchen Planke
dürfte der Hofname abgeleitet sein.

POTTBÄCKERSTRASSE (1976)

Früher:
Töpferstraße (1954)

Der Name erinnert an die vom 17. bis zum 19. Jahrhundert in Hüls tätigen Pottbäcker, die sowohl einfache irdene Gebrauchsware als auch kostbare Zierschüsseln herstellten. Viele ihrer
Arbeiten befinden sich heute in den Sammlungen bedeutender Volkskundemuseen.

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