Die Heimatblätter Hüls sind jetzt online !

Im Jahr 1959 gab es in Hüls stolze 131 Handwerksbetriebe. Als wichtige technische Neuheit galt seinerzeit der Elektro-Heißwasser-Bereiter, der das Baden erheblich erleichtern sollte. Diese und zahlreiche weitere Informationen finden sich in den „Heimatblättern“, die der Hülser Heimatverein seit 1954 einmal im Jahr veröffentlicht. Da ging und geht es um Wissenswertes aus den verschiedensten Bereichen: Pflege des Kulturguts, etwa in den Heimatstuben, die Gestaltung des Ortsbilds oder um Ausflüge in die wechselhafte Vergangenheit von Hüls. Eine wichtige Rolle spielen auch handwerkliche Traditionen wie die in Hüls zu großer Blüte gelangte Hausweberei.

Mit Blick auf die inzwischen über 70 Ausgaben redet der Heimatverein von seinem „Schatz“. Von dem können ab sofort alle Interessenten profitieren. Nun, etwas nach Erscheinen der neuesten „Heimatblätter“ zu Ostern, sind nämlich sämtliche zuvor veröffentlichten Hefte im Internet zu finden. Mitglieder (Werner Feldhoff, Michael Schäfer) haben sie im vergangenen Jahr allesamt digitalisiert, auch mit Unterstützung durch das Krefelder Stadtarchiv. Sogar eine Suche nach Schlagwörtern ist möglich, bei komplexen Suchen hilft der Heimatverein unter heimatblaetter@heimatverein-huels.de weiter. Das Heben dieses „Schatzes“ ist übrigens nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen: Man verliert sich rasch in der Fülle der Informationen und spannenden Geschichten und vergisst dabei leicht die Zeit.

Als die erste Ausgabe der „Heimatblätter“ erschien, war der Heimatverein gerade ein Jahr alt und noch nicht allgemein bekannt. Von Anfang an galt nach Angaben des Gründungsvorsitzenden Peter Effertz die Devise, sich aus der Politik heraus zu halten, freilich nicht aus aktuellen Diskussionen, die Hüls und seine Lebensqualität betreffen. Mehrmals hat der Verein beispielsweise in jüngster Vergangenheit angemahnt, das Fahr- und Parkverbot auf dem Markt endlich konsequent durchzusetzen.

In der ersten Ausgabe von 1954 spielte dieses Problem naturgemäß noch keine Rolle, da ging es etwa um den Vorfrühling im Bruch und die harte Arbeit der Handweber

Die „Hülser Mitteilungen“ veröffentlichen jetzt in loser Folge einige weitere Hinweise auf Beiträge aus der langen Geschichte der „Heimatblätter“. Da geht es unter anderem um einen folgenreichen Streit im Straßenverkehr, den wütenden Sturm von Kempenern auf Hüls und die einstigen Kosten für Kaffeewasser. Es dreht sich auch um die Frage, was passiert wäre, wenn der heute zwischen Krefeld und Kleve verkehrende Niers-Express wie einst geplant über Hüls fahren würde.

Mitglieder des Heimatvereins bekommen die jeweils neue Ausgabe, die erst im darauf folgenden Jahr im Internet veröffentlicht wird, frei Haus. Sie ist auch im Buchhandel erhältlich. https://heimatverein-huels.de/heimatblaetter

Heiner Deckers

Nach oben scrollen