Quer durch Hüls aus Kindersicht
Der Heimatverein und die Astrid-Lindgren-Schule, Standort Amerner Straße, haben eine Broschüre herausgegeben, in der Viertklässler die Orte nennen, an denen sie am liebsten ihre Freizeit verbringen. Die Mädchen und Jungen aus der Schildkrötenklasse haben in Hüls nach Plätzen gesucht, die für Kinder besonders attraktiv sind, an denen sie Spaß haben und ihre Freizeit verbringen können. Die Broschüre trägt den Titel „Quer durch Hüls – Hüls von Kindern – für Kinder“ und soll unter anderem im Sachkundeunterricht zum Einsatz kommen. Thomas Delschen, Vorsitzender des Heimatvereins, erläuterte bei der offiziellen Vorstellung die Idee, die hinter dem Projekt steckt: „Die Kinder sollten etwas selber gestalten. Wir wollten uns nicht als Erwachsene hinsetzen und irgendetwas schreiben.“ Auf so manche Idee, die die Viertklässler hatten, wären Erwachsene auch niemals gekommen. Klar, die beiden Eisdielen, gehören zu den bevorzugten Aufenthaltsorten der Kinder und dürfen sich auch in den bevorstehenden Sommerferien größter Beliebtheit erfreuen.
Überraschend große Resonanz findet der Sportplatz Hüls-Nord, der auf den ersten (erwachsenen) Blick nicht gerade ein Kinderparadies ist. Da gibt es einen Ascheplatz und zwei Tore, man kann sich nach Belieben austoben. Eine Einschränkung machen Niklas und Jakob: „Es ist doof, dass der Ball manchmal in ein Gebüsch mit Dornen rollt.“
Klassenlehrerin Maren Hoffmann betonte, wie großen Spaß den Kindern die Zusammenstellung der Broschüre im Sachkundeunterricht gemacht hat. Die Texte hätten sie eigenständig verfasst, alleine oder in kleinen Gruppen. Über die Themen hätten sie frei entscheiden dürfen, was besonders Franzi sehr zu schätzen weiß: „Wann hat man sonst einmal die Chance, etwas zu schreiben, das alle lesen?“
Hoch im Kurs bei den Kindern steht das Umweltzentrum am Hülser Berg. Franzi erwägt nach sogar, dort später ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu machen. In der Broschüre schreiben sie und Lilli: „Seit der Eröffnung 1991 haben sich schon viele Besucher vom Schauspiel der Natur verzaubern lassen.“
Auch das Jugendheim „Türmchen“ ist ein beliebtes Ziel, berichten Lara und Kiara: „Es gibt Angebote wie Backen, Kochen, Malen und vieles andere mehr.“ Karolin hat mit Maxim die Pumptrack an der St. Huberter Landstraße unter die Lupe genommen und sie gemeinsam mit dem angrenzenden Spielplatz für gut befunden. Sie weiß aber auch alle anderen Angebote zu schätzen: „Das ist alles richtig cool, man kann überall ganz toll seine Freizeit verbringen.“
Als weitere Beispiele enthält die Broschüre die Bücherei an der Rektoratsstraße und das Puppentheater „Blaues Haus“ an der Tönisberger Straße. Auch der Spielzeugladen „Palimpalim“ ist verständlicherweise ein attraktives Ziel für Kinder. Tiere kann man an verschiedenen Orten in Hüls besuchen, etwa im Bruch, bei Bauer Geurden oder auf dem Steveshof. Die Broschüre bietet noch einige weitere Vorschläge zur Freizeitgestaltung an. Sie hat eine Auflage von tausend Exemplaren und wird an den Grundschulen verteilt. Wer außerdem an einem Exemplar interessiert ist, kann es sich sonntags zwischen 15 und 17 Uhr in den Heimatstuben abholen.
Thomas Delschen bedankte sich für die rege Teilnahme der Kinder und bekam die höfliche Antwort: „Wir haben zu danken.“ Das haben auf jeden Fall auch alle künftigen Hülser Schüler, sie profitieren von der Broschüre.
Text: Heiner Deckers, Fotos: Uli Gerhartz, Michael Schäfer





